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In der afrobrasilianischen Capoeira Angola sind die Grenzen zwischen Tanz, Kampf und Spiel fließend.

Zwei Jogadores (Capoeira Spieler) begrüßen sich in einem Kreis, der sogenannten Roda, bestehend aus Musikern, Akteuren und Zuschauern, die den Rahmen für ihre Bewegungen darstellt.

 

Das Spiel kann mit einer Art (körperlichem) Dialog zwischen zwei Spielern verglichen werden, deren Kommunikation aus bestimmten Angriffs- und Verteidigungsbewegungen besteht. Man spricht hierbei von Frage und Antwort - ein Spieler stellt mit einem Angriff eine Frage, der andere Spieler beantwortet diese mit einer Ausweichbewegung.

Die Kombination der einzelnen Angriffe, Verteidigungen und Akrobatiken wird frei improvisiert, so dass ein ständiger Fluss der Bewegungen und ein spontaner Dialog zwischen den Spielern entsteht, der nie voraussehbar ist.

 

Musik, Rhythmus und Gesang stellen einen rituellen Rahmen her und begleiten die Figuren und Improvisationen der Spieler.

 

Hierzu ein interessantes Interview, welches Peter Schardt im Jahr 2001 beim Summer Workshop in Berlin mit Mestre João Grande geführt hat.

 



Schließlich ist noch zu sagen, dass Capoeira Angola die traditonellere Variante darstellt. Daneben hat sich Capoeira Regional entwickelt, welches mehr von asiatischen Kampfkünsten beeinflusst wurde.